ALEPH strikes Back

Spielberichte zu Infinity Scharmützeln

ALEPH strikes Back

Beitragvon Paddy » Do 22. Nov 2012, 12:49

Die Listen:

Bild Nomads - Bakunin Jurisdictional Commando | 10 models
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Bild Riot Grrl - Spitfire (36|2) [1]
Bild Prowler - Spitfire (37|2) [2]
Bild Prowler - Combi (32|0.5) [3]
Bild Zero - Combi (18|0) [4]
Bild Sin-Eater - Mk12 (29|0) [5]
Bild Reverend Custodier - Lieutenant (38|0.5) [6]
Bild Lunokhod - (29|0) [7]
Bild Morlock - Assault Pistol (10|0) [8]
Bild Morlock - Assault Pistol (10|0) [9]
Bild Moderator - Combi (9|0) [10]
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248/250 points | 5/5 SWC
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Bild Aleph | 10 models
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Bild Deva - Lieutenant (26|0) (Aleanna - 1)
Bild Deva - Devabot (27|0) (Nimué - 2)
Bild Proxy Mk.1 - Hacker (22|0.5) (Valeeria - 3)
Bild Proxy Mk.2 - Sniper (29|1.5) (Valeeria - 4)
Bild Asura - Spitfire (72|2) (Ilithyia - 5)
Bild Zayin Rebot - Monofilament (34|1) (Zayin #01 - 6)
Bild Myrmidon - Chain (16|0) (Ares - 7)
Bild Myrmidon - Chain (16|0) (Thanatos - 8)
Bild Netrod - (4|0) (9)
Bild Netrod - (4|0) (10)
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Das Spielfeld:

Aufstellung.JPG
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Einsatzbesprechung:

// Bakunin // 21.11.2112 | 22:00 //

Ich öffnete die Tür zum Einsatzbesprechungsraum. Da stand sie. Mit ihrem glänzenden Haar, und ihrer schlanken und eleganten Figur war sie ein echter Augenschmaus. Doch ihre Schönheit ist schon vielen zum Verhängnis geworden. Sie ist ein eiskalter Killer, getarnt im Äußeren einer jugendlichen und verführerischen Frau: Cassandra Kusanagi, „die“ Priesterin der Moiren schlechthin. Und mein Boss.

Als ich eintrat, drehte sie sich um und lächelte für einen Bruchteil einer Sekunde, bevor sich ihre Miene verhärtete. Sie wusste sofort was los war. Dennoch fragte sie: „Was ist geschehen Commander?“ „Sektor Epsilon Alpha auf Paradiso ist gefallen, meine Ehrwürdige.“ „Wie konnte das geschehen? Setzen Sie sich.“, sagte sie ruhig. Ich setzte mich an den Besprechungstisch, durchbohrt von ihrem ernsten und eisernen Blick. „Wir sollten den Sektor um jeden Preis halten. Meine Truppe war im Süden stationiert. Ein Prowler mit Flammen- und Klebstoffwerfer sicherte auf der Westseite das Lagerhaus. Neben ihn an einem Wohngebäude stand ein männlicher Morlock. Im Mittelfeld versteckte sich unser Riot Grrrl auf einem Lastwagen, während unsere Reverend Custodier und ihr Moderator sich in einer kleinen Hütte im Osten verschanzten. Auf der Hütte sorgte ein Sin-Eater mit seinem MK-12 für Feuerschutz, neben der Hütte war eine weibliche Morlock positioniert. Nördlich davon, bei den verlassenen Unterkünften wurde unsere Sputnik Drohne mit ihren Crazy Koalas abgesetzt, während ein zweiter Prowler, bewaffnet mit einer Spitfire, sich in den Unterkünften umsah. Unser Zero kundschaftete das Gebiet in Mitte des Sektors aus.“ „Keine schlechte Aufstellung Commander, ich hätte allerdings den Sin-Eater nicht so sehr auf den Präsentierteller gestellt. Auch die Drohne stand etwas sehr im Offenen, meinen Sie nicht?“ Ich nickte ihr zu. „Ja, leider wurden uns diese Positionen zum Verhängnis… doch es gab noch andere Probleme.“ Plötzlich änderte sich Kusanagis versteinerte Miene zu einem interessierten Blick. „Wir vermuten dass die Metachemie des männlichen Morlocks falsch dosiert war. Jedenfalls… er drehte total durch. Er war nicht mehr zu kontrollieren.“ Sie schmunzelte leicht, bevor sie wieder ihre ernste Miene aufsetzte: „Das passiert in letzter Zeit ziemlich oft. Ich werde es an die Daktaris weitergeben, sie sollen sich darum kümmern. Fahren Sie fort, Commander.“

„Bevor der Morlock durchdrehte, schlug ALEPH blitzschnell und hart zu. Wie aus dem Nichts erschien ein Sniper und eleminierte unseren Sin-Eater. Er hatte keine Chance…“ „thermo-optische Tarnung also? Interessant.“ Wieder nickte ich ihr zu. „Zeitgleich marschierte eine Total Reaction Drohne von ALEPH Richtung Unterkünfte. Unser Zero konnte sie zwar sehen, doch ich gab ihm den Befehl zu warten. Nachdem Sie aber ein paar merkwürdige Bewegungen machte, gab ich den Feuerbefehl. Ich denke die Drohne hatte eine Fehlfunktion, denn nicht nur dass sie seltsam in der Gegen herumstapfte, sie schoss auch mehr schlecht als recht. Der Zero konnte sie problemlos ausschalten.“ In Kusanagis Gesicht war ein Anflug von Stolz zu sehen: „Niemand baut so gute Drohnen wie wir Nomaden. Aber Sie erwähnten einen Morlock der durchdrehte?“ „Ja… Während die weibliche Morlock sich wie befohlen an den Unterkünften positionierte, war der männliche Morlock nicht aufzuhalten. Er rannte ohne Halten nach Norden in feindliches Gebiet. Er widersetzte sich den Befehlen von mir und seines Leutnants und schaltete seine Kommunikation ab. Er verwendete seine Rauchgranaten um durch einen regelrechten Rauchteppich an sein Ziel zu kommen: Seine Chainrifle zückend rannte er zu einem Haus das durch zwei Devas mit Bots besetzt war und feuerte einen gewaltigen brennenden Strahl hinein. Dabei verwundete er eine Deva leicht und überlebte selbst wie ein Wunder das heftige Gegenfeuer. In seinem Rausch rannte er an dem Haus weiter vorbei, schmiss sein Chainrifle weg und feuerte wie wild mit seiner Assault Pistol auf eine Asura. Dabei hatte er aber keinen Erfolg und wurde durch vierfachen Beschuss regelrecht zerfetzt. Kopfschuss. Ich denke die Aktion hat die ALEPH Truppe ziemlich in Schrecken versetzt, denn daraufhin haben Sie brutal zurückgeschlagen.“

Auf einer holografischen Karte zeigte ich ihr die Positionen der Asura und des Proxy Snipers. „Hier wurde unser Zero eliminiert. Er konnte zwar mehrfach dem Beschuss der beiden Kontrahenten ausweichen, doch dann fiel er der Masse des Beschusses zum Opfer. Glücklicherweise verschaffte sein Durchhaltevermögen uns ein wenig wichtige Zeit. Unser Riot Grrrl sprang aus dem Lastwagen, hechtete nach vorne und lieferte sich mit dem Sniper ein Feuer-Duell. Sie traf die Proxy-Sniperin mit einem Glückstreffer zwar kritisch, doch die Dinger sind zäher als man denkt. Das Riot Grrrl machte den Vorschlag die Proxy Sniperin zu ignorieren und stattdessen die im offen stehende Asura anzugreifen, doch wir beschlossen unser Glück weiter zu strapazieren. Trotz widriger Umstände feuerte das Riot Grrrl wieder auf die Proxy und traf sie erneut kritisch mit einem Kopfschuss. Langsam und leise ging die Proxy zu Boden und das Riot Grrrl zog sich zurück in eine Hütte bei der Lagerhalle.“ „Saubere Arbeit Commander, sie haben schon bei dem vorletzten Gefecht eine herausragende Leistung mit ihrer schweren Infanterie gezeigt“

Plötzlich öffnete sich die Türe des Besprechungsraumes. Eine Bedienstete trat ein und bot uns Kaffee zum Trinken an. Während sie den heiß dampfenden Kaffe einschenkte musterte ich sie: Sie war ziemlich jung und trug eine ziemlich klischeehafte Bedienstetenunifom. In ihrem hellhäutigen Gesicht funkelten leuchtende hellblaue Augen und zwischen ihrem langem blonden Haar standen zwei weiße Hasenohren hervor. Nichts ungewöhnliches, wenn man auf Bakunin wohnte. Vor allem bei Frauen waren tierische Modifikationen am Körper sehr hoch im Kurs. Während ich die Bedienstete weiter musterte, sah mich Cassandra Kusanagi skeptisch an und räusperte sich laut: „Hier spielt die Musik, Commander! Erzählen Sie mir den Rest.“ Mit errötetem Gesicht fuhr ich fort, während die Bedienstete kichernd den Raum verließ: “Natürlich, meine Ehrwürdige. Der Erfolg gegen die Proxy-Sniperin blieb tragischerweise unser einziger Erfolg... Nachdem sie gefallen war, rannte die generische Asura von ihrer westlichen Position in Richtung Unterkünfte im Osten, in denen sich die Morlockdame und der Prowler verschanzten. Die beiden versuchten sich mit Rauch zu tarnen, was ihnen allerdings zum Verhängnis wurde. Während die Asura problemlos mit ihren Zieloptiken durch den Rauch schießen konnte, verloren die Morlock und der Prowler die Orientierung und wurden tödlich verwundet. Und auch unsere Sputnik Drohne musste dran glauben. Durch eine Fehlfunktion in der Steuerung schaffte sie es nicht der Asura auszuweichen und wurde vollständig zerstört. Ich habe die Daten aus dem Protokoll der Drohne schon an unsere Clockmaker weitergegeben. Ich hoffe sie finden den Fehler.“ „Gewiss, schließlich können wir uns nicht erlauben Drohnen mit Fehlfunktionen zu haben!“ Nickend fuhr ich fort: „Als nächstes machte sich die Asura wie von uns geplant auf dem Weg zur Hütte, in der sich das Riot Grrrl verschanzt hatte.“ Kusanagi staunte: „Was meinen Sie mit geplant, Commander?“ „Wir haben die Asura in eine Falle gelockt. Sie sollte sich auf unsere Riot Grrrl konzentrieren, während ein Prowler sie von hinten mit einem Klebstoffwerfer unschädlich machen sollte. Leider ohne Erfolg...“ „Kusanagis Blick verfinsterte sich kurz, wich dann aber einem ermutigendem Lächeln. „Nicht alles auf dem Schlachtfeld lässt sich mit Taktik lösen. Manchmal braucht man auch einfach einen Funken Glück. Aber dieser Hinterhalt war eine ausgezeichnete Idee von Ihnen Commander, Hut ab.“ Ihre Worte erfüllten mich für einen Moment mit Stolz, doch auf Grund der vergangenen Ereignisse, konnte ich diesen Moment nur kurz genießen.

„Nachdem der Hinterhalt fehlschlug, wurden der Prowler und das Riot Grrrl eliminiert. Es standen nur noch unser Leutnant, die Reverend Custodier, mit einem Moderator als Leibwache auf dem Feld. So versuchten wir in dieser aussichtslosen Lage einen letzten Versuch. Ich gab den Befehl die Asura zu hacken um uns Zeit zu verschaffen. Doch als die Custodier ihren Marker über den LKW schoss, prallte er gegen ein Hüttendach und flog außerhalb der Reichweite um die Asura zu hacken. Wie versteinert blieb die Custodier stehen, denn Sie wusste genau was dieser missglückte Versuch bedeutete. Sekundenbruchteile später blickte sie in den Lauf einer Spitfire und wurde exekutiert. Doch auch der Moderator konnte nichts mehr gegen die Asura ausrichten und wurde von Kugeln regelrecht durchsiebt.“

Betretendes Schweigen war im Raum. Ich senkte meinen Kopf als sich die brutalen Szenen in meinem Kopf nachspielten. Kusanagi stand vom Tisch auf und drehte sich an die Wand, an der eine digitale Übersichtskarte der Nomaden-Kolonie auf Paradiso zu sehen war. „Commander, wir machen alle Fehler in unserem Leben, sogar ich.“ Wieder herrschte Schweigen im Raum. Kusanagi drehte sich wieder zu mir um und ich sah sie an. „Sie haben sicherlich Fehler gemacht, das steht außer Frage. Doch ich kenne Sie schon sehr lange und Sie wissen selbst wie viel Vertrauen ich in Sie habe.“ Wieder ließ sie ein leichtes Lächeln auf ihrem Gesicht aufblitzen. Es tat gut, und sie wusste dass ich das jetzt brauchte. „Wir werden die Probleme der letzten Schlacht auf den Grund gehen. So etwas darf nicht passieren. ALEPH ist unser stärkster Feind, wie wir wieder schmerzhaft mit ansehen mussten.“ Ich nickte ihr zu und sprach im Geiste ein Gebet für die Toten. Sie bewegte sich langsam und elegant wie eh und je auf meine Seite des Tisches und legte sanft ihre Hand auf meine Schulter. „Ich werde Kontakt mit Oberstabsfeldwebel Carlota Kowalsky und ihren Tomcats aufnehmen. Sie sind in der Nähe stationiert und sollen versuchen die Cubes um jeden Preis zu bergen, bevor Sie ALEPH in die Finger bekommt. Wie werden jeden zurückholen, bei dem es möglich ist.“ „Danke, meine Ehrwürdige.“ „Danken Sie der heutigen Technik, Commander, nicht mir. Und jetzt ruhen Sie sich aus. Ich erwarte sie Morgen um 10:00 wieder hier bei der nächsten Einsatzplanung. Schließlich schläft ALEPH nicht und wir haben Boden den wir wieder gut machen müssen. Und auf Paradiso ist ALEPH zur Zeit nicht unser einziges Problem.“ Sie ließ ihre zarte Hand von meiner Schulter gleiten und verließ lautlos den Raum.

„ALEPH schläft nicht!“, hallte durch meinen Kopf, während ich in meiner kleinen, dunklen Kabine auf dem Bett lag. Wieder schossen die schrecklichen Bilder durch meinen Kopf. Nein, ALEPH schläft nicht. Doch wir Nomaden schlafen auch nicht und ich werde Rache nehmen für ihr brutales Abschlachten meiner Leute. Denn das ist unsere Aufgabe: Der unerbitterliche Kampf gegen die Machenschaften von ALEPH – bis zum bitteren Ende.
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Re: ALEPH strikes Back

Beitragvon benjamin würfl » Do 22. Nov 2012, 18:33

Wirklich gut gemacht!
Ein Spielbericht in Form einer Geschichte. Bin auf mehr gespannt.
Es lebe die Unabhängigkeit und Freiheit Vraks!
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Re: ALEPH strikes Back

Beitragvon Paddy » Do 22. Nov 2012, 22:59

So, fertig geschrieben. Mir fehlt jetzt nur noch die Liste von Daniel für den vollständigen Bericht.

Achja und Danke für das Lob :) Die Geschichte soll auch Leute zum Lesen animieren, die kein Infinity spielen. Hoffe das ist gelungen. Aber ein Lob vom Herr Würfel für nen Infinity Schlachtbericht ist schon einiges Wert :D

edit: Hab mal noch ein Bild vom Tisch mit meinen Startpositionen reineditiert. Dann kann man sich alles besser vorstellen.
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Re: ALEPH strikes Back

Beitragvon Eryndúath » Fr 23. Nov 2012, 18:10

Wundervoll geschrieben Paddy. War sehr angenehm zu lesen und ich selbst konnte das ganze Spiel nachvollziehen. Hast du dir Notizen gemacht? Ich habs gar nicht mitbekommen. ^^

Da du dieses Spiel mit einem so schönen Bericht adelst, will ich dir natürlich beistehen und ein wenig die Sicht meiner Truppe schildern.

Hier zunächst einmal die Liste:

Bild Aleph | 10 models
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Bild Deva - Lieutenant (26|0) (Aleanna - 1)
Bild Deva - Devabot (27|0) (Nimué - 2)
Bild Proxy Mk.1 - Hacker (22|0.5) (Valeeria - 3)
Bild Proxy Mk.2 - Sniper (29|1.5) (Valeeria - 4)
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Re: ALEPH strikes Back

Beitragvon Paddy » Fr 23. Nov 2012, 18:28

Danke für die fehlenden Dinge :)

Um ehrlich zu sein, hab ichs komplett aus dem Kopf geschrieben. Dadurch dass ich die Ereignisse nur aus meiner Sicht schildere, ging das sogar relativ gut ohne Notizen. Und weil Infinity durch die geringe Anzahl der Figuren doch recht überschaubar ist. Die Idee dazu kam mir, als ich über das Spiel nachdachte. Aber freut mich dass es gefällt, vielleicht mach ich sowas dann mal häufiger ;-)
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Re: ALEPH strikes Back

Beitragvon Eryndúath » Fr 23. Nov 2012, 18:32

Sehr gern. Ich arbeite auch gerade an der Aleph-Seite, aber poste du ruhig schonmal bei O12.
Nur würde ich vorschlagen, dann mein editiertes Bild des Schlachtfelds zu nehmen.
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Re: ALEPH strikes Back

Beitragvon Paddy » Fr 23. Nov 2012, 18:34

Ist doch schon läääääängst reineditiert :D
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Re: ALEPH strikes Back

Beitragvon Eryndúath » Fr 23. Nov 2012, 19:17

So, auch hier nochmal die Sicht von Aleph auf die Dinge. Ich habe es bewusst in der Perspektive auf die Posthuman begrenzt, da dieser am meisten widerfahren ist und ich die Geschehnisse in ihrer Gesamtheit nicht nochmal nachplappern wollte. ;)

*****




Valeeria war frei. Sie war erst vor Monaten erhoben worden, doch schon jetzt begann sie zu vergessen, wie es gewesen war - ihr Leben davor. Hätte sie einem Menschen erklären müssen, was es bedeutete, das Menschsein hinter sich zu lassen, so hätte sie es am ehesten mit dem Flug des Vogels verglichen. Doch die posthumane Existenz war weit mehr als das. Sie bewegte sich nicht durch Zeit und Raum, sie existierte schlicht an mehreren Orten zugleich. Ihr Bewusstsein wechselte so schnell den Ort, dass es ihr unmöglich schien, festzustellen, an welchem Ort und in welchem Körper ihr Ich gerade verweilte. Doch abgelenkt, wie sie gerade war, nahm sie die Sinneseindrücke ihrer drei Körper nur vage wahr.
Sie spähte durch die Zieloptik ihres Präzisionsgewehrs, einen Sin Eater im Fadenkreuz. Sprung. Die Silhouette ihrer Gespielin andeutungsweise im Dampf der Mannschaftsduschen erkennbar. Sprung. Ein Netrod, der vom Himmel herabstieß. Sprung. Der Sin Eater unterhielt sich mit einer für sie nicht sichtbaren Person. Sprung. Ein helles Lachen und Hände, die ihren nackten Rücken herabfuhren. Sprung. Sie konfigurierte den abgewichenen Netrod. Mit einem dezenten Glühen signalisierte eine Diode dessen Bereitschaft.

"Valeeria, Status!"
Der barsche Ton der befehlshabenden Deva Aleanna holte sie schlagartig in ein Jetzt und Hier zurück. "In Position und bereit." beeilte sie sich zu melden. Sie kannte ihren Lieutenant. Wenn Sie diesen Ton anschlug, forderte sie für gewöhnlich bereits zum zweiten oder dritten Mal ihren Status. Weitere Meldungen kamen in schneller Folge. Die Myrmidonen Ares und Thanatos meldeten Bereitschaft. Ihre Aufgabe war es für gewöhnlich sich in Bereitschaft zu halten und entweder die eigene Aufstellungszone in Rauch zu hüllen oder bei Bedarf den Gegner auf kurzer Reichweite wenn nicht gar im Nahkampf anzugehen. Nimué und Aleanna selbst würden die Baracke in der Mitte halten, einen Befehlsstand aufbauen und das Vorgehen der Einheiten koordinieren. Die Asura Ilithyia machte sich hinter dieser bereit, die Zayin-Drohne wie stets nicht weit von ihr entfernt. Ihr schlichtes "Bereit" verriet keinerlei Aufregung. Sie war hier um zu töten und das tat sie zumeist mit einer Gelassenheit, die ans Unverschämte grenzte.

Eben tätschelte Valeeria noch das Heck der Drohne, als sich ein Gefühl der Dringlichkeit ihrer bemächtigte. Mehr instinktiv als bewusst folgte sie diesem in den auf dem Dach eines Aufenthaltsraums liegenden Körper im Westen. Im selben Moment drückte sie auch schon ab. Der Kopf des Sin Eaters, der sich gerade noch in ihrer Zieloptik gefunden hatte, ruckte schlagartig zur Seite, als eine Kugel seinen Helm durchschlug.
Dies war der Auftakt. Paradiso war das Ziel einer außerirdischen Intelligenz geworden. Einer Intelligenz, die die Menschheit bedrohte und dieser weit überlegen war. Nur Aleph würde in der Lage sein dieser Bedrohung zu begegnen. Es galt die Menschheit zu beschützen, den Vektor, der das erweiterte Bewusstsein Alephs in das Universum tragen würde.
Die Nomaden standen Aleph im Weg. Ihre nachlässige Verteidigung in diesem Sektor würde der vereinigten Armee mit 17,3-prozentiger Wahrscheinlichkeit nicht standhalten können. Ein Risiko, das Aleph nicht einzugehen gewillt war. Sie und ihre Truppe würden die Sicherung dieses Sektors übernehmen und alle ineffizienten oder unverlässlichen Elemente beseitigen.

***

Eine Wand aus Flammen stob aus der Baracke, in der die beiden Devas Stellung bezogen hatten. Stakkatoartige, kurze Feuerstöße folgten. Ein wahnsinnig gewordener Morloc rannte um die Ecke, warf seine Waffe fort und zog mit der anderen Hand eine Pistole, bevor sein mit Drogen vollgepumpter Körper realisierte, dass drei tödliche Wunden und zahlreiche Verbrennungen ihn bereits getötet hatten. Sprung. Die feuchte heiße Luft des Dampfbades. Arme, die sie von hinten umschlangen. Noch bevor Valeeria realisierte, dass sie das Schlachtfeld verlassen hatte, knabberte ihre Gespielin an ihrem Ohr. Sprung. Sie schüttelte den Kopf ihres auf dem Dach liegenden Körpers, nicht den ihres Körpers im Dampfbad, wie sie es eigentlich beabsichtigt hatte. Die Bewegung reichte. Sie verfehlte den Zero, der sich mit einem Hechtsprung vor der Asura gerettet hatte. Ein Fluch kam über ihre Lippen. War es ihr Hacking-Tool, das sie gerade anschimpfte? Nein, sie war hier, sie lag auf dem Dach, das Präzisionsgewehr an die Schulter gepresst. Einatmen, zur Ruhe kommen, langsam und betont ein wenig ausatmen. Fast andächtig kam das Fadenkreuz auf der Schläfe des Zeros zum Liegen. Der Moment, als sie erneut die Luft anhielt und den Trigger sanft aber bestimmt durchzog.

Sie verlor sich für einen Moment. Fieberhaft bearbeiteten ihre Finger die Tastatur ihres Hacking-Tools. Es galt so viele Informationen zu verarbeiten und all die getarnten Truppen auf der Seite der Nomaden machten die Sache nicht einfacher. Dann war da eine Stimme. Sie schalt sie, leise aber vorwurfsvoll. Sie drang nicht recht bis zu ihr vor, als gehörten die Ohren der Angesprochenen einer anderen. Neugierde vermengt mit Schuldbewusstsein ließen sie dem drängenden Gefühl nachgeben, an einem anderen Ort sein zu müssen. Die Worte wurden klarer, doch mit einem Mal durchfuhr sengender Schmerz ihr ganzes Sein. Ein reißender Wildbach der Agonie schwämmte ihr Bewusstsein in den Körper auf dem Dach zurück. Wärme -sie hätte es nicht anders beschreiben können- floss an ihrem Gesicht herab und färbte ihre Sicht rot. Aufheulend riss sie ihr Gewehr herum. Ein zweiter Schlag, härter als alles, das Sie je verspürt hatte, traf sie in die Brust. Irgendwo in weiter Ferne vernahm sie das dumpfe Wummern zweier Spitfires.

***

Danach nur Dunkelheit und Enge. Sie wollte schreien, sie wollte frei sein, sie wollte sehen, hören, riechen, schmecken. Ihre Existenz war auf bloße Vernunft begrenzt. Die Stille dröhnte in ihren Ohren obwohl da keine waren. Auch kein Mund, der hätte schreien können. Und doch, da war er, ein erstickter Schrei drang an ihre Ohren gepaart mit blendender Helligkeit, die sie beinahe lähmte.
Sanft wiegte ihre Vertraute in den Mannschaftsquartieren sie hin und her, barg sie in den Armen und sprach beruhigend auf sie ein. Die tiefe Melodie ihrer Stimme bedurfte keiner Worte, um sie Ruhe finden zu lassen. Dennoch gewannen die Klänge nach und nach Klarheit und nahm die Gestalt von Worten an. "Du bist gestorben."
Die Erkenntnis war beinahe ein härterer Schlag als die Kugel selbst. Mechanisch suchten ihre Arme Halt und fanden ihn in der Umarmung ihrer Vertrauten. Das Wissen, dass sie lebte, leben musste, um diese erwidern zu können, half nur wenig.

Aleannas Stimme drang an ihre Ohren, die jenes Körpers, den sie bei dem Netrod auf dem Schlachtfeld zurückgelassen hatte. Sie klang zufrieden, die Bedrohung durch die Nomaden war ausgeschaltet. Der Sektor würde gesichert und auf die Ankunft der vereinigten Armee vorbereitet werden. Ihr wurde klar, dass sie gebraucht wurde. Ihre Vertraute und Gespielin verstand wortlos. Sie strich ihr die Haare aus dem Gesicht. "Es wird leichter werden. Ich werde auf dich achtgeben."
Mit einem Nicken schloss Valeeria die Augen. Ihr Bewusstsein rann wie Wasser aus dem Körper. Sie war frei. Hätte sie einem Menschen erklären müssen, was es bedeutete, das Menschsein hinter sich zu lassen, so hätte sie es am ehesten mit dem Flug des Vogels verglichen. Sie war überall und unendlich frei.
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